Dr. Hahn  Baubiologie-Ost

Die Baubiologie beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen der gebauten Wohn- und Arbeitsumwelt und den dort ansässigen Menschen. Gebäudehülle, Einrichtungsgegenstände, Gebäudetechnik, Umwelt und Nutzer werden nicht isoliert, sondern zusammen als ein komplexes System betrachtet.

Baubiologie ist nicht Improvisation und Urigkeit, sondern qualitäts- und verantwortungsbewusste Innovation nach ästhetischen Gesichtspunkten. High-Tech ist willkommen, wenn es ökologischen Kriterien entspricht und dem Menschen dient.


Gebaut und saniert wird heute primär nach technischen und ökonomischen Kriterien. Baukultur sucht man in unserer Wohnumwelt meist vergeblich. Baubehördlicher Dirigismus und wirtschaftspolitisch motivierte gesetzliche Förderungen, z. B. hinsichtlich Baustoffauswahl und Haustechnik, tun ein Übriges.

 

Biologische und gesundheitliche Aspekte werden beim Bauen traditionell ausgeblendet. Ihre Berücksichtigung mag auch lange Zeit entbehrlich gewesen sein, denn bei ausschließlicher Verwendung von Naturbaustoffen, einfachverglasten Fenstern als Kondensatfalle, Heizung mit Einzelöfen und ausreichender Luftzirkulation (durch Kaminzug oder „undichte“ Gebäudehülle) konnte früher in gesundheitlicher Hinsicht nicht so viel falsch gemacht werden wie heute. 

Seit etwa 1950 haben sich aber die Verhältnisse grundlegend geändert. Es werden größtenteils naturfremde, synthetisch hergestellte  Bau- und   Werkstoffe verwendet. In Kombination  mit der   modernen Bauweise, der  Wohnungseinrichtung   und den Installationen  entsteht ein Wohnmilieu,   dem sich der Mensch  nicht schadlos anpassen   kann. Im Ergebnis gibt  es heute kaum ein   Bauwerk, das nicht chemisch, elektro-  magnetisch, radioaktiv oder durch  Schimmelpilze verseucht bzw.  mit  bauphysikalischen Mängeln belastet ist.

                                                                                                                       © Vluzinier, Wikimedia Commons

Da wir aber über 90 % unserer Lebenszeit in derartigen Gebäuden verbringen (Wohnung, Schule und Arbeitsstätte), kann es uns nicht mehr gleichgültig sein, wie deren Wände, Decken und Einrichtungen beschaffen sind und ob sie letztlich für den Nutzer ein Gesundheitsrisiko darstellen. Krankheitsbilder wie das Sick-Building-Syndrom sprechen eine deutliche Sprache.

Wie wichtig wird es da, die Lehre vom Leben - die Biologie - gerade im Bauwesen in den Vordergrund aller Vorsorge- und Therapiemaßnahmen zu stellen!

 

Ein Idealzustand ist heute im Bau- und Wohnbereich nicht realisierbar. Als Baubiologe helfe ich Ihnen, im Einzelfall abzuwägen und verantwortbare Kompromisse einzugehen. Oft ist mit überschaubarem finanziellen Aufwand und dem Willen, eingeschliffene Gewohnheiten in Frage zu stellen, ein deutlicher Gewinn an Lebensqualität zu erreichen.

 

Welche Aspekte Ihres Wohnumfelds sollten Sie besonders beachten und ggf. mit Ihrem Baubiologen analysieren?

  • Bauplatz (Emissions- und Lärmquellen, elektro- und geobiologische Standortverhältnisse)

  • Baustoffe (natürlich, unverfälscht, geruchsneutral, geringe Radioaktivität, Schallschutzeigenschaften)

  • Wohnklima (Luftschadstoffe, Elektrosmog, Reduzierung von Schimmelpilzen und Bakterien, Raumluftfeuchte, Oberflächen- und Raumlufttemperaturen, ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung, Strahlungsumfeld)

  • Minimierung des Energieverbrauchs und Nutzung regenerativer Energiequellen

  • Trinkwasserqualität

  • Raumgestaltung (harmonikale Maße, naturgemäße Beleuchtungsverhältnisse)

     

 

E-Mail: info@baubiologie-ost.de | Tel.: 0371 28269128